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KEIME UND VIREN AUF DER WÄSCHE UNTER KONTROLLE - AUCH IN ZEITEN VON CORONAVIRUS UND CO.

Das Coronavirus bestimmt seit geraumer Zeit die Berichterstattung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat nun auch den internationalen Notstand ausgerufen. Die Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege e.V. und ihre MITGLIEDER  stehen Wäschereikunden zur Seite, um einen sicheren Umgang mit den Krankheitserregern zu gewährleisten.

FAQs Coronavirus

Die meist gestellten Fragen zum Thema - CoronaVirus in der Wäscherei

  • Wie stelle ich im Falle einer Ausgangssperre sicher, dass meine Mitarbeiter zum Betrieb kommen?

Hierfür muss jeder Mitarbeiter ein Formular seines Arbeitsgebers mitführen. Sie können gerne folgendes Blanko-Formular benutzen, das wir für Sie erstellt haben.
Download hier: ARBEITGEBERBESCHEINIGUNG
itte tragen Sie in das elektronische Formular Ihre Firma und Anschrift ein, sowie unten den Verantwortlichen samt Unterschrift und ggf. Firmenstempel. Drucken Sie das Formular für jeden Mitarbeiter aus. Der Mitarbeiter ergänzt dann seinen Namen und Adresse und führt das Papierformular mit sich.

  • Wie kann ich zum Beispiel gegenüber Behörden die Relevanz des Textilservice für das Gesundheitswesen darlegen?

Der Deutsche Textilreinigungs-Verband DTV hat die Bundesregierung über den besonderen Stellenwert des Textilservice informiert und steht dazu in engem Kontakt mit den Behörden. Wenn Sie ein entsprechendes Schreiben benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an den DTV. Mitglieder der Gütegemeinschaft können das Schreiben auch bei der Gütegemeinschaft anfordern.
16.03.2020
 

  • Gilt mit dem Coronavirus infizierte Wäsche als hochinfektiöse Wäsche?

Nein. Sie kann einem desinfizierenden Waschverfahren mit Wirkbereich B zugeführt werden.
05.03.2020

  • Welche Schutzmaßnahmen muss das Personal ergreifen, das die Sortierung der Krankenhausschmutzwäsche bei der Annahme vornehmen muss? 

Es sind die Vorgaben der DGUV Information 203-084 „Umgang mit Wäsche aus Bereichen mit erhöhter Infektionsgefährdung“ zu beachten 
https://www.kuvb.de/fileadmin/daten/dokumente/GBI/Gesundheitsdienst/203-084.pdf
04.03.2020

  • Brauche ich bei Corona ein anderes Desinfektionsmittel für Hände und Flächen?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden. Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls verwendet werden. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste) sowie die Liste des Industrieverbandes Hygiene und Oberflächenschutz (IHO). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen. Händedesinfektionsmittel enthalten entgegen den Flächendesinfektionsmitteln hautschützende und -pflegende Substanzen. 04.03.2020

  • Was mach ich, wenn Textilien nachweislich kontaminiert sind, die normalerweise nicht desinfizierend gewaschen werden?

Die Textilien müssen mit einem nachweislich desinfizierenden Waschverfahren mit Wirkbereich B gewaschen werden. Der Nachweis kann zum Beispiel durch Führen des RAL Gütezeichens 992/2 erfolgen. 
16.03.2020

  • Muss kontaminierte Wäsche durch Verbrennung entsorgt werden?

Nein. Nur hochinfektiöse Wäsche muss am Ort des Anfallens der Wäsche dekontaminiert werden. Wäsche, welche mit Coronaviren kontaminiert ist, ist nicht hochinfektiös. 04.03.2020

  • RAL-GZ 992/2: Sind unter dichten Behältnisse Plastiksäcke oder auch keimdichte Wickelsäcke aus Textil zu verstehen? Die aktuelle Information würde bedeuten, dass mit kontaminierter Wäsche umzugehen wäre, wie mit Infektiöser Wäsche/ dichte Behälter etc. Es steht aber nichts von einem infektiösen Waschverfahren.  Können Sie uns hierzu bitte eine Aussage treffen? Gern würden wir eine Information von Hohenstein an unsere Kunden im Klinikbereich weitergeben. (Bezugnahme auf die Präsentation Coronavirus auf www.waeschereien.de)

Mit dichten Behältnissen sind keimdichte Säcke gemeint. Krankenhauswäsche wird in Polyethylensäcke von mindestens 0,08 mm Foliendicke oder in Textilsäcke aus einem Material von mindestens 220 g/m² gesammelt. Die Forderung nach Dichtheit schließt ein, dass durchnässte Wäsche nur in flüssigkeitsdichten Behältnissen angenommen, transportiert und gelagert werden darf. Dies sind in diesem Fall die PE-Säcke.

Das Robert Koch-Institut gibt auch Handlungsanweisungen unter HTTPS://WWW.RKI.DE/DE/CONTENT/INFAZ/N/NEUARTIGES_CORONAVIRUS/HYGIENE.HTML.
Dort heißt es „Wäsche/Textilien können einem desinfizierenden Wäschedesinfektionsverfahren gemäß RKI-Liste zugeführt werden“. Das Wort „können“ ist nicht eindeutig.
Eine Einteilung in infektiöse Wäsche wurde nicht vorgenommen, daher gilt die Wäsche als infektionsverdächtig. Dies ist der heutige Stand.

Weiterführende Informationen zur Handhabung sollte die Wäscherei mit dem Kunden (Klinik) von dem zuständigen Gesundheitsamt einholen. Das Krankenhaus selbst ist Auftraggeber.
Das Krankenhaus (oder sonstige Auftraggeber) ist verantwortlich für die korrekte Sortierung und Kennzeichnung der Wäsche Von dort aus sollen die Information für die entsprechende Sortierung und Aufbereitung der Wäsche geliefert werden. Das Krankenhaus (oder sonstiger Auftraggeber) ist verantwortlich für die korrekte Sortierung und Kennzeichnung der Wäsche. 04.03.2020

  • Wie kann ein Pandemieplan aussehen für die Wäscherei? 

Diese Frage kann nicht allgemein beantwortet werden, es hängt von den jeweiligen Begebenheiten in der Wäscherei ab… kommen Mitarbeiter aus Risikogebieten? Etc.

  • Es besteht die Angst, dass die Wäscherei von den Behörden geschlossen wird. Kann das sein?

Ja, grundsätzlich können die Behörden auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes Betriebe schließen, um potenzielle Infektionsketten zu unterbrechen. Aus unserer Sicht sind Wäschereien aber systemrelevant und unverzichtbar für das Gesundheitswesen. Die Gütegemeinschaft und der DTV stehen hierzu in engem Kontakt und haben bereits mehrere Stellungnahmen zu diesem Thema veröffentlicht, bzw. mit den Behörden Kontakt aufgenommen, um einer behördlichen Schließung vorzubeugen.